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5 Fragen an Andrea Leu. Ein Portrait von Andrea Leu
19. Oktober 2026

37 Jahre SLP. Und es ist immer noch spannend.

Nach 37 Jahren bei SLP blickt Andrea Leu auf einen Berufsweg voller spannender Themen, wegweisender Projekte und prägender Begegnungen zurück. Zum Ende ihrer operativen Tätigkeit teilt sie persönliche Erinnerungen und Gedanken zu Neugier, Kommunikation und den Menschen, die sie auf diesem Weg begleitet haben.

Was haben Wissenschaft, Energie, Immobilien, Frauen in technischen Berufen, Digitalisierung und ein Kinderhospiz gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. In meinem Berufsleben allerdings eine ganze Menge. Denn eines hat mich immer gereizt: in neue Welten einzutauchen, Menschen kennenzulernen und Themen zu verstehen, die mir zuvor fremd waren.

Kein Karriereplan – aber viel Neugier

Als ich vor 37 Jahren bei SLP angefangen habe, hatte ich keinen Karriereplan. Ich wusste nur: Spannend, aufregend und abwechslungsreich sollte es sein. Und das ist ziemlich gut aufgegangen. Seit 2004 darf ich die Agentur als Managing Partner mitgestalten. Dazwischen und daneben kamen viele andere Aufgaben hinzu. Tauchte ein interessantes Projekt auf, war ich schnell dabei. Und begegnete ich interessanten Menschen, entstand daraus mitunter eine Zusammenarbeit über Jahrzehnte.

So war ich Mitgründerin und Geschäftsführerin des SVIN, leitete den SVIA und IngCH und bin heute für Bauen digital Schweiz / buildingSMART Switzerland sowie die G15 verantwortlich. Hinzu kamen Mandate als Hochschul-, Verwaltungs- und Stiftungsrätin, unter anderem bei der Hammer Group, der HTWG Konstanz, dem Flamingo Kinderhospiz und der Thurgauischen Stiftung für Wissenschaft und Kommunikation. Ebenso vielfältig waren meine Mandate für den Schweizerischen Nationalfonds, die Hasler Stiftung, den Technopark Zürich, pom+ AG, Bull Schweiz, das Bundesamt für Energie, den Digital Real Estate Summit und viele weitere Organisationen.

Ganz am Anfang: Andrea Leu (3. v. r. unten) gemeinsam mit SLP-Gründerin Marina de Senarclens (Mitte), Martin Kopp, K-Design (links) sowie Ursula + Heinz Rütter (hinten).

Die Mischung machte den Unterschied

Im Rückblick klingt das nach einem ziemlich ausgeklügelten Karriereplan. War es nicht. Entscheidend war die Mischung – Routine hatte wenig Chancen. Natürlich gehörten auch unzählige Konzepte, Veranstaltungen, Sitzungen, Workshops, Zugfahrten und Präsentationen dazu. Vermutlich waren darunter einige PowerPoint-Folien, die die Welt nicht zwingend gebraucht hätte. Aber auch das gehört wohl zu 37 Berufsjahren.

Was all diese Mandate für mich spannend machte: Fast immer musste ich mich zuerst in eine neue Welt hineindenken. Ich stellte Fragen, hörte zu, tauchte ein – und wusste am Ende tatsächlich mehr als vorher.

Das funktioniert übrigens bis heute. Kaum glaube ich, langsam den Überblick zu haben, taucht schon das nächste Thema auf.

Zum Glück.

Ein Blick zurück: Andrea in ihrem Element, anno 1999.

Am Ende bleiben ohnehin die Menschen

Nach 37 Jahren denke ich nicht zuerst an die grossen Projekte oder die schönsten Präsentationen. Ich denke zuerst an die Menschen.

Da ist eine Mitarbeiterin, mit der ich seit über 30 Jahren zusammenarbeiten darf. Meine Nachfolgerin begann einst als Praktikantin bei uns. Und mit meiner Vorgängerin verbindet mich bis heute eine Freundschaft. Aus Kunden wurden Freunde, aus Partnern Menschen, mit denen ich gerne Zeit verbringe und spannende Gespräche führe.

Viel besser lassen sich 37 Berufsjahre wohl kaum zusammenfassen.

Kommunikation, die etwas bewegt

Zu diesen Erinnerungen gehören auch Themen, für die ich mich besonders gern eingesetzt habe: Bildung und Wissenschaft, der technisch-naturwissenschaftliche Nachwuchs und ganz besonders Frauen in technischen Berufen. Dabei habe ich erlebt, dass Kommunikation mehr kann, als Produkte, Unternehmen oder Projekte sichtbar zu machen. Sie kann Themen voranbringen, Menschen zusammenführen und manchmal sogar etwas verändern.

Was bleibt – und was kommt

Dankbarkeit, ganz sicher.

Auch ein bisschen Stolz.

Vor allem aber bleiben unzählige Erinnerungen: an Menschen und Projekte, an Erfolge, überraschende Wendungen und an Situationen, über die man heute zum Glück lachen kann. Und mir bleibt die Erkenntnis: Die interessantesten beruflichen Wege sind oft jene, die man nicht geplant hat – sondern neugierig gegangen ist.

Und auch der Blick nach vorn macht mich zuversichtlich: SLP wird spannend bleiben – weil Menschen mit Neugier, Ideen und Freude an neuen Themen die Agentur weiterprägen.

Mein persönliches Fazit nach 37 Jahren SLP:
Neugierig bleiben. Gute Menschen um sich haben. Und sich darüber freuen, dass es immer noch etwas Neues zu entdecken gibt.

Das nächste Kapitel: Andrea Leu (Mitte) mit den neuen SLP-Geschäftsführerinnen Dr. Sarah Beyeler (links) und Lea Hasler (rechts)

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